33 I KRISHNA Religion, Kunst und Popkultur - das Interview mit Kuratorin Dr. Anne Hartig
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YOGA SANSKRIT BUDDHABOWL Der Podcast für Yoginis und Yogis über den Yoga, die Sprache Sanskrit und Yoga-Kultur. Hier bekommst Du ein tieferes Wissen über den Yoga, seine Wurzeln und Philosophie einfach und verständlich erklärt. Und Du lernst die heilige Sprache Sanskrit kennen. Und die Buddhabowl? Hier werfe ich einen Blick auf die Kultur, die sich rund um den Modernen Yoga von heute entwickelt hat. Also seid dabei, entspannt Euch und lernt mit mir gemeinsam.
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00:00:06: Hi, ich bin Christine und das ist mein Podcast Yoga Sanskrit Buddha Bowl.
00:00:12: Der Podcast für Jugendis über den Yoga, die Sprache Sanskrit und Yoga Kultur.
00:00:19: Hier bekommst Du ein tieferes Wissen über den Joga, seine Wurzeln und Philosophie einfach und verständlich erklärt!
00:00:27: Und du lernst die heilige Sprache Sanskrit kennen?
00:00:34: Hier werfe ich einen Blick auf die Kultur, die sich rund um den modernen Yoga von heute entwickelt hat.
00:00:41: Also seid dabei!
00:00:42: Entspannt euch und lernt mit mir gemeinsam!
00:00:50: Herzlich willkommen bei YogaSanskrit Bodder Bowl – Heute mit einer wirklich ganz besonderen Folge.
00:00:57: Ich darf ein Interview führen Mit einem besonderen Gast Und heute soll es ganz und gar um den Gott und ihr alle habt natürlich schon von Krishna gehört, auch in einigen Folgen von mir.
00:01:15: In der es zum Beispiel um die Bhagavad Gita ging.
00:01:18: Krishna ist ja einer der beliebtesten und vielfältigsten oder vielgestaltigsten Gottheiten des Hinduismus und seit vielen Jahrhunderten inspiriert er ja die Gläubigen, die Anhänger aber auch uns.
00:01:34: Jogi ist hier im Westen weltweit.
00:01:38: Er tritt auf als göttliche Held oder Liebhaber, auch als Lehrer, als Freund, als kleiner Junge.
00:01:50: und in einer ganz großen Sonderausstellung widmet sich gerade das Museum Fünfkontinente in München schon seit April Aber jetzt noch bis zum achten November dieser faszinierten Göttergestalt und stellt in einer wunderbaren Komposition Über hundert Werke aus, ich sage jetzt Werke.
00:02:18: Ja wir haben ganz verschiedene Dinge die wir dort betrachten und erleben können.
00:02:23: Wir kommen gleich dazu!
00:02:24: Und ich habe im Sommer diese fantastische Ausstellung besucht in August.
00:02:28: Es war an dem Tag als ich zum Krishna Das Konzert gegangen bin und ich hatte das wunderbare Vergnügen vorher eine Führung in dieser Krishna-Ausstellung in München zu haben und dort habe ich bei dieser Führung eben die Kuratorin Anne Hartig kennengelernt.
00:02:47: Und ja, sie hat eine fantastische Führungen gemacht und ich hab sie danach gleich angesprochen und sie natürlich sofort in den Podcast eingeladen, denn ihr sollt auch mehr darüber erfahren!
00:03:00: Ich möchte dich ganz herzlich Begrüßen und vorstellen, liebe Anne.
00:03:05: Anne Hartig vom Museum V Kontinente!
00:03:10: Du bist die Kuratorin der Ausstellung und die Ausstellung heißt Krishna Religion Kunst- und Popkultur.
00:03:18: ganz herzlich willkommen, liebe Anna.
00:03:20: ich habe mich schon so gefreut auf die Fortsetzung unseres Gespräches.
00:03:26: Hallo Christine das freut mich sehr dass du so liebe Worte findest und mich angesprochen hast.
00:03:37: Und die Möglichkeit gegeben hast, dass ich hier in deinem Format, in deinen Podcast über die Ausstellung sprechen kann.
00:03:45: Ja...
00:03:48: ja das ist eine ganz schöne Möglichkeit!
00:03:50: Es war eine schöne Begegnung mit uns beiden.
00:03:53: Ich bin sehr gefreut.
00:03:54: Viele Themen, über die wir sprechen können.
00:03:57: Ich habe einige Fragen an dich, aber bevor wir gleich ganz tief eintauchen in Krishna und die schöne Ausstellung, die derzeit in München noch läuft.
00:04:07: Vielleicht zu Beginn sag uns doch kurz was ist deine konkrete Aufgabe oder was ist Deine Rolle im Museum in Münchens?
00:04:16: Was machst Du eigentlich wirklich?
00:04:19: Also ich bin seit September zwanzig, zweiundzwanzig die Dekoratorin oder die Leiterin der Abteilung Süd- und Südostasien.
00:04:30: Und in dieser Rolle mache ich viele unterschiedliche Dinge.
00:04:37: also ich betreue die Sammlungen von Objekten aus Süd- und Südostasien.
00:04:42: Diese Sammlung umfasst ungefähr dreißigtausend Objekte, das heißt ich schaue ob die Objektes gut aufbewahrt sind.
00:04:53: Ich arbeite viel mit der Datenbank und versuche konstant die Datenbank mit Informationen über diese Objekts zu vervollständigen.
00:05:03: Das ist ein großer Teil meiner Arbeit.
00:05:07: Ein anderer Teil zu diesen Objekten zu forschen.
00:05:12: Das mache ich zum Teil alleine und auch immer wieder in Kooperation das Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen auf mich zukommen, oder ich auf die zugehe und wir ja dann gemeinsam an den Objekte arbeiten.
00:05:29: In dem Rahmen publizieren wir auch immer ein kurzer Artikel oder Information über die Objekte.
00:05:40: Eine große Aufgabe ist dann das Vermitteln auch von Inhalten zu den Objekten, dass passiert zum Beispiel in Ausstellungen.
00:05:52: also als Kuratorin bin ich dafür verantwortlich Ausstellung zu kuratieren und in verschiedenen Veraltensstaltungsformaten zum Beispiel inführungen oder bei Workshops Vorträgen.
00:06:12: Das sind so die Hauptaufgaben, die ich hier im Haus als Kuratorin habe.
00:06:16: Ja
00:06:18: das klingt nach einer ziemlich bunten und vielfältigen
00:06:24: Aufgabe
00:06:25: im Museum!
00:06:26: Ich kann mich noch dran erinnern, dass wir bei uns während der Studienzeit an der LMU haben das Museum fünf Kontinente besucht und durften ins Archiv oder ich habe es immer Katakom genannt.
00:06:40: Sind wir auch mal in euer Depot gegangen?
00:06:42: Und durften dort schauen was es an indischer Kunst auch alles gibt!
00:06:49: Überrascht wie viele tolle Objekte da schlummerten von Buddha Figur und über Vishnu, Krishna natürlich.
00:06:56: Wie wir heute sehen werden und hören werden und Shiva und viele weitere Objekten.
00:07:01: also da gibt es glaube ich noch viele Ideen oder viele Möglichkeiten auch in Zukunft Ausstellungen zu machen.
00:07:08: Da freue ich mich sehr darauf!
00:07:10: Und ja jetzt kommen wir zu Krishna denn aktuell läuft eure Ausstellung die wirklich Ich sag mal, Krishna to the max mit so vielen tollen Darstellungen und Objekten über Krishna zu sehen ist.
00:07:30: Aber ich möchte dich zum Anfang vielleicht fragen was es aus deiner Sicht das Faszinierende an Krishna und welche Aspekte von Krishna habt ihr in dieser aktuellen Ausstellung jetzt beleuchtet?
00:07:45: Ja, also für mich das faszinierendste Angriechner ist wirklich seine... wie facettenreich er ist und der ist eine sehr schildernde Gottheit.
00:07:57: Das hat mich direkt angesprochen.
00:08:01: außerdem – und du ja auch eingangs erwähnt – außerdem finde ich Griechenlande interessante Figur weil er eine Gottheid ist die historisch gesehen sehr früh existiert und sich dann im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert hat.
00:08:23: Und bis heute eine der populärsten und wichtigsten Gottheiten des Hinduismus ist.
00:08:37: Grichner nicht nur in Indien verehrt wird, sondern dass man ihn eigentlich weltweit findet.
00:08:44: In ganz vielen unterschiedlichen Formen.
00:08:48: Außerdem hat mir gefallen oder finde ich faszinierend und toll an Grichnar das die Verehrung zu Grichna ist eine ganz besondere Verehring weil es eines eine sehr nahe und innige Verbindung ist.
00:09:07: Und das finde ich ja spannend und interessant, und glaube auch dass es viele Besucherinnen und Besucher interessiert.
00:09:17: Christianas Lebensgeschichte ist ja sehr bunt!
00:09:20: Ich habe auch viel darüber gelesen in eurem aktuellen Katalog.
00:09:24: Wir haben viele Geschichten aus den Pudaners drüber Wie ihr schon als Kind irgendwie die Butter stielt.
00:09:36: Wir kennen ihn aber auch als Krishna, den Erwachsenen, sage ich jetzt mal Lehrer in der Bhagavad Gita oder als Cousin von Arjuna.
00:09:46: also wir kennen viele verschiedene Aspekte.
00:09:49: für die, die noch nicht so vertraut sind mit Krishna und seiner Mythologie oder seinen Geschichten wie verläuft Lebensgeschichte, denn die zeigt eher an einigen Stationen auch in einigen Objekten.
00:10:05: Vielleicht kannst du uns das mal ein bisschen skizzieren für für uns im Podcast.
00:10:11: Welche Stationen gab es bei ihm?
00:10:14: Also Kirchner wird in einem Moment geboren oder manifestiert sich auf der Welt als die Welt von einem bösen König dem König Kamsa regiert wird und diesem König wird prophezeit, dass er von dem achten Sohn seiner Kusine getötet werden wird.
00:10:37: Daraufhin entschließt sich Kamsa seine Kusino und deren Ehemann ins Gefängnis einzuschließen also Grichnas Eltern um zu verhindern das er von ihrem Sohn getötete wird.
00:10:55: Nichtsdestotrotz wird Krishna dann eines Nachts im Gefängnis geboren.
00:11:01: Und Krishna ist ja eine Gottheit, das heißt viele Aspekte seines Lebens sind natürlich von Wunder und unglaublichen Dingen umgeben.
00:11:15: Das heisst als Krishna geboren wird passiert ein Wunder Die Wachen des Gefängnisses schlafen ein Und die Fesseln der Eltern springen auf, sodass Grichnas Vater, Vasudeva heißt der Vater.
00:11:31: Grichna aus dem Gefängnis tragen kann und er trägt ihn dann heimlich nachts über einen Fluss.
00:11:40: Auf die andere Seite des Flussufers dort befindet sich eine Gemeinschaft von Hirten und Hirtinnen und er findet eine Frau die sich breit erklärt oder eine Familie, die sich dann bereit erklärt, Krishna aufzunehmen.
00:11:58: Und der Vater, wofür du war, hinterlässt er oder übergibt Krishna dann dieser Frau in diesem Mann und die ziehen Krishna sehr liebevoll dann in diese kuschelten Gemeinschaft auf.
00:12:15: Also Kirchner entwickelt ganz früh eine Vorliebe für Butter oder Milzprodukte und er stellt die ganze Zeit Streicher an, um an diese Butter heranzukommen.
00:12:28: Die Kuh hier hin heben, die Butter in Vorratskammern auf und in Indien sieht man das bis heute häufig dass Gefäße an die Decke gehängt werden Und Grichner schleicht sich in diese Vorratskammer rein, nimmt sich eine Leiterkletter die Leiter hoch um an den Topf der oben hängt zu kommen und reißt ihn natürlich runter.
00:12:58: Richt auf dem Boden und es ist eine riesengroße Sauerei.
00:13:03: Die Frauen aus dem Dorf kommen herbeigeilt und schimpfen mit Grischner, aber sie können ihm nicht böse sein, weil Grischna einfach so ein süßes, trolliges und niedliches Kind ist außerdem ein Gott.
00:13:20: Und diese Streiche sind ein ganz elementarer Teil von Grischners Identität.
00:13:28: Auf Sanskrit werden die als lila bezeichnet.
00:13:32: Also streich das göttliche Spiel und diese lilas verändern sich dann von diesen kindlichen Streichen zu, streichen und kämpfen gegen Dämonen.
00:13:48: wenn Kirchner erwachsen wird Und die ganzen Kuh hier hin aus dem Dorf verlieben sich in diesen jungen attraktiven Mann und er neckt sie zum Beispiel, hält er ihn die Augen zu.
00:14:02: Wenn Sie Wasser holen gehen dann stäubern sie Wird auf dem Boden verschüttet oder er zieht ihn an den Hahn, da gibt es auch wahnsinnig viele Geschichten dazu.
00:14:17: Eine ganz bekannte Geschichte ist die Geschichte von dem Kleiderklau.
00:14:21: Da gehen die Kuh hier in Baden und Grichners schleicht sich an das Ufer, stiehlt die ganze Kleidung Sagt dann zu den Kuh hierhin, als sie ihre Kleidung zurückverlangen.
00:14:36: Ihr müsst jetzt einzeln aus dem Wasser kommen mit euren Armen erhoben und nur dann gebe ich euch die Kleidungen zurück.
00:14:46: Und dann gibt es unzählige Heldentaten.
00:14:51: also Krishna taucht immer wieder auf wenn die Gemeinschaft oder Menschen von bösen Dämonen bedroht werden und besiegt dann diese Dämonen in unterschiedlichen Kämpfen.
00:15:07: Letztendlich erinnert uns zurück an die Geschichte mit dem Bösenkönig Kamsa, als Krishna erwachsen ist, kehrt er in die Stadt, in der Kamsah lebt zurück und tötet ihn schließlich oder letztendlich genau aus dieser Stadt zieht Grichner dann auch weg und er zieht in die Stadt Vaka.
00:15:33: Und er schafft dort sein eigenes Königreich.
00:15:38: letztendlich stirbt Grichna auch durch einen sehr eigentlich nicht sehr heldenhaften Tod, der wird von einem Pfeil am Fuß getroffen und ja feststirbt.
00:15:53: dann
00:15:54: Ja, das Ende oder den Tod von Krishna war mir auch nicht so bekannt.
00:15:59: Das glaube ich handgenau sowie auch seine Facette als Krishna der Krieger.
00:16:04: Wir nehmen ihn oft wahr als den Verspielten.
00:16:08: oder ja mit Krishna mit der Flöte wie er oft dargestellt wird.
00:16:13: diese vielen Facetten gehören ja auch zu ihm und es stellt eher auch an verschiedenen Objekten auch da.
00:16:22: Ich möchte dich gerne fragen, was eigentlich eure Idee zu dieser Ausstellung war.
00:16:28: Also was steckt dahinter?
00:16:30: Wie seid ihr draufgekommen?
00:16:32: Mehrere Faktoren haben da eine Rolle gespielt.
00:16:36: zum einen dass wir schon seit vielen vielen Jahren keine Ausstellung mehr zu dem Thema Indien hatten und dadurch, dass ich so eine enge Verbindung zu Indien habe war mir das unheimlich wichtig nochmal Objekte aus Indien zu zeigen.
00:16:58: Und dann hab' ich in den ersten zwei Jahren wirklich sehr viel im Depot gearbeitet einfach um die Sammlung kennenzulernen gemerkt, wie viele tolle Objekte wir hier im Museum haben.
00:17:16: Und mehrere Kollegen aus unseren Werkstätten waren gemeinsam mit mir in den Depots und da haben dann auch gemeint, manche, wir haben so viele toller Objekts hier!
00:17:29: Warum zeigen wir immer Objekte aus anderen Museen oder aus anderen Teilen der Welt?
00:17:35: Wir sollten noch eigentlich das zeigen, was wir hier haben.
00:17:40: Dann habe ich auch gedacht ja recht habt ihr.
00:17:43: Deshalb war dann also die zweite Idee dass sich nicht mit Leihgaben arbeiten wollte sondern wirklich mit der Sammlung hier im Haus.
00:17:54: und dann hat sich das langsam heraus kristallisiert, dass ich gemerkt hab Unheimlich viele Objekte zum Thema Griechner.
00:18:02: Also ich habe über drei Hundertfünfzig Objekten, die man in den Kontext von Griechener stellen kann, in der Sammlung identifiziert und als Kuratorin ist es natürlich toll wenn man so viele Objektes zur Auswahl hat mit denen man arbeiten kann.
00:18:22: Und das war dann ein weiterer Grund wie ich gedacht hab dass es ein gutes Thema.
00:18:29: Außerdem hat mir gefallen, dass es unter diesen dreihundertfünfzig Objekten mehrere Highlights gab.
00:18:39: Weil wenn man eine Ausstellung macht, man kann dann nicht nur Objekte zeigen die schön sind sondern man muss einige wirkliche Eyecatcher drin haben oder Objekta ja bei denen man ein Baueffekt erzielt.
00:18:55: und da wie gesagt gibt's mehrere in dem Kontext von Krishna.
00:18:59: Und das fand ich war dann ein anderer Punkt, der dazu oder der dafür gesprochen hat eine Ausstellung zum Thema Krishna zu machen.
00:19:11: Außerdem fand ich noch gut, deshalb habe ich anfangs erwähnt dass Krishna weltweit bekannt ist Und als ich dann in der Vorbereitung oder in der Phase, als ich überlegt habe, soll es wirklich eine Ausstellung zu Krishna geben.
00:19:26: Habe ich mit vielen unterschiedlichen Menschen auch gesprochen in meinem Unfeld und da kamen dann viele zu mir und haben gemeint, ah ja, Krishna!
00:19:36: Das ist doch der Meld?
00:19:38: Und haben dann angefangen zu singen also, Harry-Krishna, Krishna-Krischna.
00:19:43: Ja, und dann hab' ich gedacht das find ich gut wenn Leute vielleicht schon irgendwie was mit dem Thema anfangen können und vielleicht haben Sie dann größeres Interesse mehr über diese Gottheit zu erfahren.
00:20:00: Ja, das Hare Krishna Mantra ist wirklich eins, das auch weltweit bekannt ist oder was jeder, der nicht viel mit Krishna zu tun hat gehört oder gesungen hat.
00:20:11: Das Mahamantra sehr kraftvoll wird oft in den Kirtans gesungen Ja, am Ende der Ausstellung fällt mir ein.
00:20:21: Gibt es auch eine ganz tolle Musikstation oder eine Pop-Station?
00:20:27: Wo ihr jetzt zeigt wie Krishna eben in der Popkultur auftritt.
00:20:32: Was habt ihr dort ausgestellt?
00:20:35: Wir haben das was du gerade angesprochen hast.
00:20:37: Ganz kurz angerissen dass viele Personen halt Krishna nicht kennen weil sie jetzt unbedingt Verehrer und Verehrerin oder direkte Verehrere von Krishna sind, sondern etwas über Krishna gelernt haben durch die Pop-Kultur oder Popmusik.
00:20:57: George Harrison ist ja ein ganz bekanntes Beispiel My Sweet Lord oder das Musical Here.
00:21:08: Da kommt auch das Hare Krishna Mantra drin vor.
00:21:12: Boy George hat sich ganz intensiv mit Kirchner auseinandergesetzt.
00:21:17: Von ihm gibt es auch populäre Lieder, Nina Hagen auf einer Platte und Kula Shaker in den neunziger Jahren – das sagt vielen Menschen auch noch was!
00:21:30: Ja und wir haben das in der Ausstellung ganz kurz angerissen weil wir das wichtig fanden die Leute abzuholen bei Dingen wie sie auch kennen
00:21:42: ja?
00:21:42: Diese Station hat mir auch Freunde gemacht, genau.
00:21:46: Und ich erinnere mich... Ich habe vorhin zu dir gesagt, ich kann auch noch so richtig gedanklich durch euren Raum durchgehen.
00:21:53: Ich hab natürlich auf wahnsinnig viele Fotos gemacht damals, habe mich viel mit der Ausstellung beschäftigt ...durch den Katalog dann auch nochmal vielen nachgelesen.
00:22:01: Darüber sprechen wir nachher noch mal!
00:22:05: so ein räumliches Imprint in meinem Kopf noch von dieser Ausstellung und ich weiß, wie ich gar nicht mich satt genug sehen konnte an diesen wunderschönen ästhetischen Bildern und Darstellungen mit vielen Details.
00:22:25: Und meine Frage an dich ist jetzt auch nochmal was war euer Ziel oder was war eure Intention für wen es diese Ausstellung gemacht?
00:22:38: Also wir haben ein sehr heterogenes Publikum im Kopf gehabt.
00:22:44: Zum einen möchten wir Personen ansprechen, die vielleicht ein bisschen was zu Krishna wissen aber nicht wirklich viel.
00:22:54: das heißt wir haben angefangen in dem ersten Bereich erstmal Krishna einzuführen und seine Lebensgeschichte darzustellen und die in Objekten zu erklären.
00:23:08: Aus dem Bereich gehen wir dann dazu über, dass es nicht nur diese eine ganz klassische Darstellung, die viele im Kopf haben von Krishna gibt wie er als junger attraktiver Mann mit überschlagener sehr eleganter Beinhaltung oder generelle Haltung da steht flöte spielend, sondern dass es ganz viele unterschiedliche Darstellungen und Vorstellungen von Krishna gibt zum Beispiel die von Jagannath.
00:23:40: Das ist eine Form von Krishna, die man in der Stadt Uri im Bundesstaat Orissa in Ostindien findet.
00:23:52: Die Darstellung von Jagannath, während die Ausstellungen kommen kann sich das anschauen.
00:23:59: Sieht ganz anders aus.
00:24:03: und aus diesem Bereich geht man dann in den nächsten Bereich.
00:24:07: Das ist der Bereich der Verehrung und da sieht man an unterschiedlicher Aspekte wie Verehrungen von Grishna oder im Hinduismus Allgemein stattfindet und von da schlagen wir dann den Bogen in die globale Kultur.
00:24:28: Also, da sprechen wir diese die Populärkultur an.
00:24:32: das bekannte Farbenfest Holy wird gezeigt Und zwei Filmplakate gibt es zu sehen.
00:24:40: und ja mehr zeitgenössliche Darstellung
00:24:44: Ja mir ist beim durchgehen, mit dir in der Führung natürlich.
00:24:49: Aber auch beim Durchgehen danach nochmal aufgefallen wie unterschiedlich eure Gestaltung ist und wie vielfältig Nicht nur Krishna selbst, sondern auch das was ihr kuratiert habt.
00:25:03: Du hast ja zusammen mit einem Kollegen die Ausstellung vorbereitet.
00:25:07: Zusammen mit Patrick Felix Krüger vom Zentrum für Religionswissenschaftliche Studien in Bochum an der Ruhr-Universität.
00:25:16: Hast du diese Ausstellung kuratirt und ihr habt wirklich ganz besonders verschiedene Dinge auch rausgesucht, die ihr zeigt und die man auch erleben kann.
00:25:26: Also ich denke jetzt einfach auch daran an Dinge, die fürs Auge sind, haptisches wo man so wirklich auch das Textilien wahrnimmt aber auch für den digitalen Typ sag' ich mal auch digitales Material einerseits Dinge, die wir betrachten als Kunstobjekte.
00:25:51: Aber es sind auch Mortis dabei, das heißt wirklich durch den praktizierenden energetisch aufgeladene Objekte, die in der Verehrung verwendet werden.
00:26:05: aber auch Ja, wir können als Zuschauer oder als Besucher der Ausstellung auch Zeuge werden wie Krishna verehrt wird.
00:26:14: Was habt ihr euch dabei gedacht?
00:26:16: und vielleicht kannst du ein bisschen was verraten, was ihr da zeigt?
00:26:20: Ja das ist eine gute und ganz wichtiger Punkt.
00:26:24: also wenn man es gab dass es nicht die erste Krishna-Ausstellung dies jemals gab.
00:26:30: Es gibt immer wieder Ausstellungen zu Krishna.
00:26:33: Häufig konzentrieren sich diese Ausstellung auf ein Material, zum Beispiel Grichner in der Miniaturmalerei.
00:26:43: Wir wollten das jetzt nicht nochmal wiederholen und noch eine Grichnersausstellung zu dem Thema Grichener in der Miniaturmalerei machen sondern wir haben versucht dann ein bisschen einen anderen Weg zu gehen.
00:26:59: und zu diesem Weg gehört es mit dazu Grishna oder Objekte auszuwählen, aus unterschiedlichen Regionen in Indien, unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Materialität.
00:27:17: Also bei den Regionen wir haben Objekten von Grishnar aus Nordindien, aus Ostindien ,aus Südindien und aus Westindien.
00:27:28: Wenn es um die Zeiten geht, dann haben wir Objekte... Ich glaube, das älteste Objekt ist aus dem vierzehnten Jahrhundert.
00:27:39: Bronzefiguren zu zeitgenössischen Objekten.
00:27:44: Also ich habe zum Beispiel eine kleine Deko-Figur mit reingenommen.
00:27:48: die kann man in vielen Däden in Indien heutzutage kaufen.
00:27:53: Ich hab die letztes Jahr in Indie selbst für die Ausstellung gekauft.
00:28:00: und dann Materialien.
00:28:02: also wir haben Steinfiguren, also aus Marmor.
00:28:06: es gibt Bronze Figuren.
00:28:08: Es gibt ganz tolle Objekte aus Textilien mit Bemalung aus Pigmenten.
00:28:19: und was uns dann auch noch wichtig war das eine Antrapunkt den du angesprochen hast ist sind die Videos.
00:28:27: Da war uns wichtig, wir sind ja Wissenschaftler.
00:28:30: Wir sind eine wissenschaftliche Einrichtung als Museum und mir oder uns war es dann noch wichtig Perspektiven einzubringen von Personen in deren Leben Krishna eine aktive Rolle spielt also Verehrer und Verehrerin von Krishna Und das haben wir in der Form von drei Videos gemacht.
00:28:54: Das erste Video, das hat ein Freund von mir aufgenommen.
00:28:59: Das ist der Sharon Schrichter, der lebt mit seiner Familie in Kathmandu und er hat seine Mutter morgens bei einer einstündigen Putzer oder Verehrung in Kathmando aufgenommen Und in dieser Verehring kommt auch Grischner vor.
00:29:18: In dem zweiten Video, das ist ein Video von der Schweta-Dickshit.
00:29:23: Die Schweta Dickshit lebt in München.
00:29:26: Das finde ich toll, dass auch mit reinzubringen.
00:29:30: also einen Aspekt die Verehrung von Griechner findet in Südasien statt aber es gibt auch Menschen, die in Münche, Deutschland und Europa leben, die ja in der Nachbarschaft leben, Die Schweta Dickshit verehrt eine ganz besondere Form von Krishna.
00:29:52: Das ist Krishna als Baby, als Kleinkind und sie hat mich und den Fotografen zu sich nach Hause eingeladen und wir durften die Verehrung bei ihr zuhause in München filmen.
00:30:06: Danach habe ich noch ein kurzes Interview mit ihr gemacht.
00:30:11: Das dritte Video zeigt eine Tänzerin, die Sarah Sangita aus der Schweiz.
00:30:21: Die in Indien von einem ganz bekannten Lehrer ausgebildet wurde und viele enge Beziehungen zu Indien hat.
00:30:29: Und sie hat eine Performance zu Krishna gemacht choreographiert von einem ganz bekannten indischen Choreografen und auch begleitet von indischen Musikern.
00:30:45: Das seien wir in der Ausstellung, das finde ich auch wichtig zu zeigen dass nicht nur Personen aus Indien oder Südasien sich intensiv mit Grischner auseinandersetzen sondern auch Personen aus anderen Kulturkreisen.
00:31:02: Ja, Krishna-Verehrung findet überall statt weltweit
00:31:06: und genau
00:31:07: auch vor unserer Haustür in München.
00:31:10: Man hätte noch viel mehr Beispiele bringen können aber wir müssen uns zurückhalten.
00:31:17: Der Raum der Ausstellung ist begrenzt und die zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten sind auch begrenzelt!
00:31:25: Es scheint auch für mich ein Krishna-Jahr zu sein.
00:31:29: Ich war Anfang des Jahres in Utopien, Südindien, in Garnataka und hab dort auch... Dort gibt es ein ganz besonderes...
00:31:38: Ja genau!
00:31:39: ...Krischner Verehrungszentrum, sag ich mal.
00:31:41: Den kennst du bestimmt auch?
00:31:43: Ja!
00:31:43: In der Shri Krishnatempel und diese Verehrung von Bala Krishna als Kind.
00:31:49: Das passt auch dazu.
00:31:50: Und wir haben uns unterhalten und gemerkt, du bist auch Eine richtige Indien-Expertin.
00:31:55: Du hast in Delhi studiert, was ich total faszinierend finde.
00:32:00: Vielleicht magst du mal kurz erzählen von deiner Zeit dort?
00:32:03: Wie bist du auf Indien gekommen und wie fühlte es sich an, in Indien zu studieren?
00:32:09: Ich glaube meine Verbindung oder Liebe für Indien geht schon sehr lange zurück.
00:32:15: Mein Papa hat mir ... Da war ich vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, weiß ich nicht mehr.
00:32:20: Ein kleines Sachbuch zum Thema Indien geschenkt und ich kann mich da wirklich noch dran erinnern dass sich das immer wieder durchgeblättert hat und ja sehr fasziniert damals schon schon war von dem Land.
00:32:39: Und dann habe ich angefangen in Bonn indische Kunstgeschichte zu studieren und Indologie, damals hieß indische Kunstgeschichte noch orientalische Kunst Geschichte.
00:32:51: Und dann fand ich das irgendwie merkwürdig übern Land zu viel zu lernen und soweit weg davon zu sein.
00:33:03: Dann hab' ich gedacht ne jetzt muss ich auf jeden Fall nach Indien fliegen und habe erst mal nur eine kurzen Reise gemacht vier Wochen am zweiten Tag schon so sehr angetan, dass ich gedacht habe ja, ich muss zurückkommen und ich möchte hier länger als nur vier Wochen oder drei Monate verbringen.
00:33:27: Und dann hab' ich mich dazu entschieden in Indien meine Promotion zu schreiben.
00:33:33: und dann insgesamt habe ich über zehn Jahre in Indie gelebt oder da Zeit verbracht Und ich habe an der Javagya Halneru University in Delhi studiert, beziehungsweise die Promotion geschrieben zu dem Thema moderne und zeitgenössliche Hindu-Tempelarchitektur in Delhi.
00:33:58: Was mich so fasziniert in Indien ist wie lebendig, wie heterogen dieses Land viele Ideen, die man hatte oder die ich hatte über den Haufen geschmissen werden.
00:34:16: Das Dinge, die als widerspruch- oder gegensätzlich empfindet, dass sie gleichzeitig existieren und funktionieren – das finde ich immer wieder faszinierend!
00:34:34: Ja, ich teile alles was du sagst.
00:34:37: Schön bunt laut finde ich super.
00:34:40: Laut ja.
00:34:42: Laut und sprecht alle Sinne an.
00:34:47: Wir haben schon gesagt wir müssen unbedingt über Indien
00:34:51: noch mal sprechen.
00:34:52: Ich möchte natürlich jetzt auch noch über einige Highlights der Ausstellung mit dir sprechen denn ich möchte euch liebe Hörerinnen unbedingt einladen noch, wenn ihr es irgendwie einrichten könntet diese Ausstellung zu besuchen ist ein wirklicher Gewinn.
00:35:09: Es ist eine tolle Erfahrung und vielleicht nehmen wir uns mal so ein paar Highlights oder Objekte oder Stationen vor lieber Anne dass wir da nochmal drauf schauen Und ich wollte natürlich die Objekten auch ausgreifen die mir ganz besonders in Erinnerung geblieben sind und das erste war Ich hatte noch nicht den Begriff gehört Diese wunderbaren Wandbehänge, das sind riesige Stoff oder Textil-Wandbehänge.
00:35:40: Also wie es ist kein Teppich aber es ist irgendwie was anderes.
00:35:42: vielleicht kannst du noch dazu etwas sagen.
00:35:45: und dass es wahnsinnig schön drauf dargestellt wieder einen Abschnitt oder eine Episode von Krishna.
00:35:52: also ganz viel Storytelling auf einem Textil... Was hat es mit diesem Pitch weiß?
00:35:59: Auf sich!
00:36:00: Die Pitchweiß gehören zu einer Gemeinschaft oder zu einer Community, die sich die Krishna in der Form von Srinaji verehrt.
00:36:16: Und diese Verehrung hat ihr Zentrum in der Stadt Natwada – das ist im heutigen Bundesstaat Rajasthan im Westen von Indien.
00:36:31: Und diese Textilien oder Wandbehänge heißen pitch-wise, wie du schon gesagt hast.
00:36:39: und das Wort pitch-why heißt peachy, heißt hinten und why heißt herunterhängen?
00:36:45: Also die hängen hinter etwas herunter.
00:36:49: also dann fragt man sich natürlich okay, hinter was hängen sie?
00:36:52: und die hingen hinter dem Hauptbildwerk in dem Tempel.
00:36:59: Also wenn man in den Tempel geht, sieht man als erstes das Hauptbildwerk und hinter diesem Hauptbildwerk oder hinter der Gottheit hängen dann diese Wandbehänge.
00:37:10: Und die werden regelmäßig ausgetauscht, gewechselt.
00:37:15: Das hängt von der Jahreszeit oder vom jeweiligen Tag ab.
00:37:23: Dann werden je nach Jahreszeit- oder Feierlichkeit werden unterschiedliche Motive gezeigt.
00:37:33: Und die sind sehr detailliert, sehr farbenfroh.
00:37:39: und wir haben mehrere wirklich Großartige von diesen Peacheschweißen.
00:37:47: Die meisten von denen wurden auch noch nie in einer Ausstellung gezeigt.
00:37:52: Die befinden sich nicht so lange im Museum wurden noch nie der Öffentlichkeit präsentiert.
00:37:59: Eines meiner Lieblingspitchweiß ist eins, das hängt relativ am Anfang und auf diesem Pitchweih ist eine Landschaft zu sehen die sehr schön.
00:38:10: im unteren Bereich sieht man einen Fluss da.
00:38:14: in diesem Fluss wachsen seerosen, rosane Seerosen mit grünen oder saftiggrün Blättern Und in dem anderen Teil dieser Landschaftsdarstellung sieht man einen Wald.
00:38:32: In dem Wald steht Kirchner, umgeben von den Kuh hier hin.
00:38:37: Die sind zu Kirchna in den Wald gekommen, um ihn beim Flötenspiel zuzuhören und dann sieht man links und rechts nun dieser Kirchnachfigur noch zwei Kreise von Personen.
00:38:54: Da sieht man die Kuh hier hinten, wie sie gemeinsam mit Grichner tanzen.
00:39:00: Und wenn man sich jetzt dieses Objekt anschaut, dann wird man erkennen dass Grichna da nicht nur einmal auftaucht sondern er taucht ganz häufig auf und das liegt daran, dass sich Grichnar gedacht hat oder Er wollte nicht, dass sich irgendeine der Kuh hier den benachteiligt oder einsam fühlt.
00:39:27: Und er wollte ihn das Gefühl vermitteln, dass jede von ihnen mit ihm tanzt und deshalb hat er sich vervielfältigt.
00:39:37: Das ist eines meiner Lieblingsobjekte.
00:39:40: Ist es eine tolle Eigenschaft wenn man das kann?
00:39:42: Oder tolle Fähigkeit?
00:39:43: Wahrscheinlich!
00:39:44: Alles
00:39:45: gerecht zu werden.
00:39:46: Genau.
00:39:47: Kann man mehr arbeiten.
00:39:49: Ja, dieser Pitchfire hat mir auch sehr gut gefallen.
00:39:53: Ein Objekt das kommt ziemlich am Ende in meiner Erinnerung also am Ende der Führung damals.
00:39:58: es war ein wirkliches Highlight für mich.
00:40:01: auch nochmal eine Schaukel die jetzt wieder zusammen gebaut habt und ganz tolles Objekt zur Verehrung von Krishna und Radha.
00:40:13: oder was hat mit dieser Schauke auf sich?
00:40:16: Gottheiten in Indien, nicht nur Griechener aber auch andere Gottheiten.
00:40:21: die werden auch gerne unterhalten und eine sehr beliebte Unterhaltungsform ist das Schaukeln.
00:40:30: Das wird zum Teil dann in der Verehrung mit aufgenommen.
00:40:36: also es gibt Schaukelen manchmal im kleinen Format manchmal etwas größer auf die man dann Figuren von Grischnath manchmal gemeinsam mit Radar stellen kann.
00:40:49: Und man kann diese Schaukeln dann rituell bewegen, also die Figuren schaukeln.
00:40:57: und in der Vorbereitung zu der Ausstellung habe ich dann in unserer Datenbank gesehen dass wir eine wirklich ganz tolle Schaukel haben dies über zwei Meter siebzig groß besteht aus Holz, weil dieses Holz ist vergoldet und bemalt.
00:41:19: Und in der Datenbank gab es leider nur ein ganz schlechtes kleines verpixeltes Foto.
00:41:27: also ich habe gedacht oh das müsste ein tolles Objekt sein.
00:41:30: aber hab das objekt nicht wirklich gesehen.
00:41:33: dann bin ich ins depot gegangen liegen, die alle verpackt waren.
00:41:43: Also ja man hat nicht das Objekt direkt gesehen sondern so wie es sich gehört für Objekte um sie zu schützen war nie eingepackt.
00:41:56: und dann habe ich mich gefragt oh je sind wirklich alle Teile noch vorhanden und bekommen schaffen wir dass diese Teile zusammenzubauen?
00:42:06: zu der Schaukel?
00:42:09: Als Kuratorin überlege ich mir das Konzept von einer Ausstellung, aber ich bin immer darauf angewiesen mit anderen Personen zusammenzuarbeiten.
00:42:23: Und dann kommen meine Kollegen und Kolleginnen hier im Museum spielen da eine zentrale Rolle.
00:42:31: also wir haben
00:42:34: Wir haben
00:42:35: einen Schreiner, wir haben Maler.
00:42:38: Wir haben Elektriker und Restauratorinnen.
00:42:41: Und auf deren Hilfe bin ich dann in solchen Fällen angewiesen.
00:42:47: Ich glaube zu fünf oder zu sechs haben wir einen ganzen Morgen diese forty-seitige Teile zusammengebaut ja?
00:42:57: Das Ganze mussten wir dann viermal wiederholen also das erste Mal Nur zum Sehen sind alle Teile vorhanden, in welchem Zustand ist die Schaukel und bekommen wir sie zusammengesetzt.
00:43:13: Die Schauke lassen einem guten Zustand.
00:43:15: Wir haben sie zusamengesetzt bekommen – ja es ist ein tolles Objekt!
00:43:20: Dann mussten wir die Schaurkel nochmal aufbauen um eine Halterung für das Objekt zu bauen.
00:43:28: Wir können, die einzelnen Teile sind nur ineinander gesteckt.
00:43:34: Das heißt in der Ausstellung muss so ein Objekt gesichert werden, dass es nicht plötzlich umfällt.
00:43:41: Also für die Halterung muss das aufgebaut werden.
00:43:44: wir wollten uns auch noch fotografieren.
00:43:46: Das heißt, wir haben es im Fotostudio dann nochmal aufgebaut und das letzte Mal in der Ausstellung.
00:43:53: Und das letzte mal hat dann auch nicht mehr einen ganzen Vormittag gedauert, aber dann waren wir alle schon ein bisschen routinierter und wussten wo die einzelnen Teile hingehören und das hat dann ich glaube eine oder zwei Stunden gedauern.
00:44:08: Auf unserem Social Media Account, also auf Instagram gibt es auch ein schönes Reel.
00:44:14: Das hat unser Fotograf angefertigt.
00:44:18: Eine andere wichtige Person hier im Museum und dann im Zeitraffaar abgespielt.
00:44:25: Da kann man das genau nachverfolgen wie viele Leute da beteiligt sind.
00:44:29: Man sieht die Schaukel dann so, wie sie langsam in der Ausstellung heran wächst.
00:44:37: Ja, super.
00:44:38: Vielleicht wie so eine Art Bauanleitung wäre sich das Zuhause auch nachbauen?
00:44:43: Lieber nicht!
00:44:46: So viel filigrane Arbeit die da drin steckt der darf ich wirklich sagen schaut euch diese Schaukel an dieses wirklich in eine Augenweide und man muss sich die Details wirklich insbesondere mit dem Auge ansehen.
00:44:59: ja und apropos Details eine Sache die ich vergessen habe zu erwähnen Der Vorteil von dieser intensiven Auseinandersetzung und diesem intensiven Aufbau war auch, dass wir dann wirklich ganz genau uns das Objekt anschauen mussten oder durften.
00:45:15: Und wir haben dann gemerkt, dass es einen Mechanismus gegeben haben muss in den Seitenteilen und in dem Sturz.
00:45:25: Dieser Mechanismus hat verursacht, wenn man die Hauptschaukel bewegt hat sich viele kleine Miniaturschaukeln in den Seitenteilen auch mitbewegt haben.
00:45:41: Das ist wirklich ein sehr schönes Objekt!
00:45:45: Ein geniales Kunstwerk, gerade nach indischer meisterhaften Bauart... Mir fällt dann auch ein, dass ihr da zu passend gegenüber eine Selfie-Schaukel gebaut habt.
00:46:00: Auf der sich ja die Gäste der Ausstellung auch sehr schön festhalten können und Selfies machen können.
00:46:06: Das macht richtig Spaß!
00:46:07: Sich da auch mal selbst auf so ne Schaukel zusetzen und euch auch ein kleines bisschen göttlich zu fühlen.
00:46:15: Das ist ne schöne Idee von euch.
00:46:17: wieder zum Mitmachen.
00:46:19: Und das letzte Objekt, auf das ich dich unbedingt ansprechen muss ist auch bei eines meiner Highlights und auch eine neue Geschichte die ich durch dich kennengelernt habe.
00:46:29: Du hast ja sehr viele Stories erzielt!
00:46:32: Jetzt lade ich dich ein nochmal diese Geschichte mit uns zu teilen.
00:46:37: Es gibt ein Objekt Krishna als Kali.
00:46:41: Und da fragt man sich, wie kann Krishna als Kali auftauchen?
00:46:46: Was haben diese beiden miteinander zu tun.
00:46:49: Diesen Monat, kann ich sagen, haben wir gefeiert den Geburtstag sowohl von Krishna als auch Kali am Astami also im achten
00:46:58: Montetag
00:46:59: und tatsächlich haben die beiden etwas miteinander zu tonen.
00:47:03: was ist die Story dahinter und was zeigt ihr da
00:47:05: Das Gutes du das ansprichst?
00:47:07: nochmal, das erinnert mich auch daran dass ich als ich eben über das Zielpublikum gesprochen habe dann ein bisschen vergessen hab zu erwähnen.
00:47:18: Dass es mir auch wichtig war so ein paar Momente einzubauen für Personen die sich vielleicht im Bereich Grishner schon auskennen – die kleine Überraschungsmomente Die dann auch denken, ich weiß so viel über Krishna.
00:47:34: Aber das kenne ich jetzt tatsächlich nicht!
00:47:37: Und ja, Krishna als Kali ist so einer dieser Bereiche... Ich habe die Objekte in der Vorbereitung im Depot gesehen und
00:47:49: wusste
00:47:50: dass es irgendwie Krishna darstellt aber ich hab' nicht ganz genau verstanden.
00:47:55: was wird denn hier gezeigt?
00:47:56: Also ich habe mir das Bild angeguckt angeguckt und habe gedacht, Mensch was ist das hier für eine eigenartige Ikonografie?
00:48:05: Und dann habe ich in der Vorbereitung der Ausstellung versucht das besser zu verstehen.
00:48:13: Ich habe es dann tatsächlich verstanden.
00:48:16: Das ist eine Darstellung, die kommt aus Kalkutta in der Region Bengal – das ist auch im Osten von Indien Kirchner verehrt, aber es ist auch ein ganz starkes Zentrum der Kali-Verehrung.
00:48:33: Also Kali ist ja diese hinduistische oder ganz bekannte hinduisten Garten die häufig sehr kämpferig gezeigt wird mit herausgestreckter Zunge und einem Schwert.
00:48:49: An diesem Schwert hängt ganz häufig oder klebt noch Blut von einem Dämon, den sie gerade enthauptet hat.
00:48:56: In manchen Darstellungen sieht man dann auch noch wie sie diesen Kopf des Demons in einer Hand hält.
00:49:03: In Krishna als Kali geht es... Also das ist so ein bisschen den Hintergrund dem man glaube ich wissen muss um diese Darstellung und die Geschichte besser zu verstehen.
00:49:14: also in dieser Region Besteht die Vorstellung oder gehen einige Leute davon aus, dass Rada – also die Geliebte von Krishna über die haben wir noch gar nicht so viel gesprochen.
00:49:26: Aber muss man halt vielleicht in die Ausstellung kommen um das nachzuholen?
00:49:32: Also Radha ist eigentlich verheiratet.
00:49:37: Das heißt sie hat eine Schwiegermutter und sie hat ein Schwägerin.
00:49:42: Die merken, dass Rada sich nachts herausschleicht um sich heimlich mit Krishna zu treffen.
00:49:51: Und als Schwägerin und Schwiegermotor haben diese Damen damit ein Problem und informieren ihren oder beziehungsweise Sohn und sagen ihm Schau mal, was seine Frau da macht.
00:50:07: Die trifft sich daheimlich mit dem Krishna.
00:50:09: Die haben eine Affäre und gehen den Mal hinterher und gucken mal, wie das passiert.
00:50:15: Der Ehemann bewaffnet sich, er nimmt einen Schild und ein Schwert und geht in den Wald.
00:50:21: Aber Krishna ist ja ein Gott!
00:50:23: Er merkt, dass sich der Ehemmann nährt und in dem Moment als der Eheman wirklich ganz nah an ihn ist verwandelt sich Krishna in Kali.
00:50:34: Das heißt, wenn der Ehemann am Ort des Geschehens eintrifft sieht er seine Frau wie sie auf dem Boden knieht und die Göttin Kali verehrt.
00:50:46: Und in den Objekten, die wir in der Ausstellung zeigen wird das sehr schön dargestellt weil sich die Ikonografie von Krishna und von Kali in dieser Darstellung vermischt.
00:51:00: also man sieht in der Darstellung zum Beispiel die herausgestreckte Zunge.
00:51:06: Aber bei Kali ist es eine kämferische Haltung, während Griechener eine tänzerliche Haltung hat und dieser Darstellung hat nicht diese kämpferiche Pose gezeigt sondern die Pose von Griechner mit dem überschlagenen Bein.
00:51:26: außerdem hält die Darstellung eine Flöte Die ja ein typisches, ikonografisches Merkmal ist von Krishna.
00:51:35: Ich glaube es gibt keine Kali-Darstellung mit einer Flöte und das ist wirklich schön!
00:51:43: Das ist auch eine ganz besondere Geschichte.
00:51:45: Auch diesen Monat auch tradiert wird in den Erzählungen der Müteln im Monat Matra Padha.
00:51:54: Auch die Geburtgeschichte von Krishna, die so interessant ist... Hatten wir diese Monat auch in meinem Workshop.
00:52:02: Das war eine schöne Inspiration!
00:52:05: Abschließend möchte ich noch sprechen über euren tollen Begleitband, den ihr wirklich... hergestellt und er stellt haben.
00:52:16: Ich muss sagen, ich bin eh schon fasziniert aus der Ausstellung rausgegangen und habe mir dann am Ende unbedingt diesen Band gekauft weil ich gemerkt hab, ich habe ihn mir angeschaut.
00:52:25: das sind so schöne Fotografien von den Objekten aber auch von anderen Objekte drin.
00:52:31: ganz wunderbare Bebilderung, aber für mich als Indologin oder als Interessierte an der indischen Kultur und an diesen Stories und den alten Krishna Texten auch.
00:52:45: Ihr habt sehr schöne Artikel geschrieben über Krishna-Lebensgeschichte, über die einzeln mythologischen Begebenheiten und auch von verschiedenen Autoren.
00:52:58: Ich kann das wirklich nur ans Herz legen!
00:53:00: Du hast auch den einen oder anderen Artikel dort drin verfasst zusammen mit deinen Kollegen und es ist ein wahnsinnig schöner Band.
00:53:09: man nennt es Katalog oder Begleitband den ihr daraus gebracht habt, also für wahnsinnig schönes Material um sich da einzulesen und sich auch fortzubilden in diesem Bereich.
00:53:22: Den Katalog werde ich auch gerne hier in den Show Notes verlinken, diesen Begleitband.
00:53:29: dann könnt ihr den euch anschauen und bestellen auch wenn ihr nicht in die Ausstellung mehr schafft zu gehen Aber ich ermutige euch auf jeden Fall noch zu kommen, denn Anne ihr habt auch noch einiges im Programm.
00:53:44: Jetzt bis zum Abschluss der Ausstellung kann man zu euch in Führungen kommen in verschiedene Arten.
00:53:52: Magst du noch was über euer aktuelles Programm erzählen?
00:53:56: Ja, wir haben unterschiedliche Führungen.
00:53:58: Zum einen sind das Führung mit mir also Kuratorinnenführung mein Korkurator der Patrick, der macht auch nochmal eine Führerung.
00:54:08: dann gibt es nächste Woche noch ein Vortrag mit der Isabella Nadi auf Englisch.
00:54:14: sie wird als Sie ist Expertin für Pitch-Weiß und wird da nochmal ganz detailliert über die Pitch Weiß sprechen.
00:54:22: Über nächste Woche gibt es dann noch mal einen Vortrag mit der Monika Joneja, das ist eine Professorin die an der Uni in Heidelberg gearbeitet hat.
00:54:34: Ich glaube dass das auch ein sehr interessanter Vortag wird.
00:54:37: Es gibt noch ein Format
00:54:38: d.h.,
00:54:38: bei Anrufkultur da gebe ich eine telefonische Führung durch die Ausstellung.
00:54:46: Und dann haben wir auch noch ein Kinderprogramm.
00:54:49: Da gibt es eine Führung mit der Ronnet Wolf für Kinder, ich glaube das ist auch sehr schön.
00:54:58: und am letzten Tag der Ausstellung haben wir da noch einen Event zusammen mit dem Robert Ehrenbrand also eine Abschlussveranstaltung wo die Personen die Lust haben gemeinsam singen werden.
00:55:16: ja
00:55:17: Jetzt ist so ein schönes Programm.
00:55:19: Ich habe mir auch gefallen, eure After-Work-Führungen die ich dort sehe, die man wahrnehmen kann aber auch eben am Wochenende.
00:55:28: und der musikalische Abschluss mit Robert das hört sich auch total schön an zusammen mit seiner Frau
00:55:36: in dem
00:55:36: Format der Satnam.
00:55:39: ja ganz wunderbare Musik Kommt alle am achtenelften und früher, damit ihr noch Zeit habt in Ruhe durchzuschauen.
00:55:48: Ich möchte euch wirklich einladen in diese Ausstellung zu kommen.
00:55:52: es lohnt sich wirklich auf allen Ebenen und ja das hat mich nachträglich beeindruckt und auch gefreut mit dir diese Begegnung zu haben.
00:56:01: lieber Anne Hast du noch etwas, was du unserem Interview hin zufügen möchtest?
00:56:08: Hast du nach irgendetwas, ja... Was du teilen möchtst.
00:56:11: Nur dass ich mich wahnsinnig über jeden Besucher und jede Besucherin freue und mir wünsche, dass viele Leute in die Ausstellung kommen weil ich auch wirklich also nicht nur weil es meine eigene Ausstellung ist sondern ich glaube das ist wirklich eine gute, schöne Ausstellung geworden die auch in der man Dinge lernt aber dir auch irgendwie einem Freude bereitet habe ich so den Eindruck ja genau
00:56:45: das kann ich nur unterstreichen.
00:56:47: Ich danke dir für deine Arbeit für diese wunderschöne Zusammenstellung dieser Krishna-Erfahrung letztendlich und gratuliere euch zu dem was ihr dort zusammen zusammen bewirkt habt.
00:57:01: Vielen Dank für das schöne Interview mit dir!
00:57:04: Ich fahre mich jetzt schon drauf, die Folge zu veröffentlichen.
00:57:09: Danke Anne!
00:57:11: Danke Christine!
00:57:12: Das war was ganz Besonderes und hat mir viel Freude bereitet, mich mit dir zu unterhalten.
00:57:18: auf mehr Unterhaltung!
00:57:20: Auf ganz bald.
00:57:21: ja da steht schon mal fest bis dahin.
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